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Lachgas? Nicht lustig!

Die Herausforderung:

Gar nicht lustig sind die Auswirkungen, die ein chemischer Stoff mit einem kuriosen Namen auf die Umwelt hat: Lachgas (N2O, Distickstoffmonoxid) ist nicht nur ein sehr klimaschädliches Treibhausgas, sondern sorgt dazu auch noch zum Teil für die Entstehung des Ozonlochs. Welche Technologie könnte helfen, Lachgas- sowie die ebenso gefährlichen NOx-Stickoxide-Emissionen zu verringern?

Hat gut schmunzeln: Dr. Meinhard Schwefer schützt die Luft vor gefährlichem Treibhausgas.

Die Lösung:

Die Antwort ist „EnviNOx®“: Zu einer der größten Lachgasquellen zählt die Produktion von Salpetersäure, einem wichtigen Baustein für die Herstellung von verschiedenen Düngemitteln oder Kunststoffen. Rund 400.000 Tonnen N2O stoßen diese Anlagen weltweit mit ihren Abgasen aus. Um diese Emissionen deutlich zu verringern, haben Forscher der Uhde GmbH, einer Tochter von ThyssenKrupp, das inzwischen mehrfach preisgekrönte EnviNOx®-Verfahren entwickelt. Dabei werden N2O und NOx mit Hilfe eines neuartigen Katalysators in die normalen Luftbestandteile N2, O2 und H2O abgebaut – und zwar nahezu vollständig. Industriell im Betrieb funktioniert diese Technik bereits seit dem Jahr 2003 im österreichischen Linz und ab 2009 in weltweit mehr als 10 weiteren Anlagen. Kontinuierlich wird das Verfahren gemeinsam mit dem Institut für Chemische Verfahrenstechnik der TU Clausthal weiterentwickelt und optimiert.

Salpetersäureanlagen werden in vielen Ländern der Welt eingesetzt – EnviNOx® ist überall gefragt.

Der Zukunftsentwickler:

Dr. Meinhard Schwefer ist Technology Manager Catalysts im Bereich Research & Development – und arbeitet an dem Herzstück des EnviNOx®-Verfahrens: den Katalysatoren. Keiner weiß besser als der – mit dem ThyssenKrupp Innovationspreis 2005 ausgezeichnete – Chemiker, dass es auf die richtige Mischung ankommt. Und das nicht nur, wenn es darum geht, umweltschädliche Stickoxide zu zersetzen. Auch im Berufsleben lobt er sich den manchmal recht turbulenten, aber immer spannenden Aufgabenmix in seiner Position. Einerseits führt er Versuche durch, entdeckt immer neue Details im Labor und baut Versuchsanlagen auf. Andererseits übernimmt er auch abwechslungsreiche Managementaufgaben. Und wenn er gerade mal nicht forscht, entwickelt, Informationen weiterleitet oder mit Kollegen auf der ganzen Welt telefoniert - dann sitzt er auch häufig im Flugzeug, zum Beispiel nach Ägypten oder Korea, um die Inbetriebnahme von Salpetersäureanlagen zu betreuen. Das findet der Chemieexperte, der nun schon seit fast zehn Jahren bei der Uhde GmbH ist, so besonders an seinem Job: „Man hat die Chance, von ganz klein bis ganz groß zu arbeiten. Man fängt im Labor an und geht alle Schritte bis zur Pilotanlage.“ Um mangelnde Arbeit muss sich der Experte, der zuvor an der Uni Paderborn studiert und danach in einem Forschungsinstitut gearbeitet hat, keine Sorgen machen: „Das hat ‚Drive’: Die Kunden wollen das einfach!“

Das Fazit:

Bei ThyssenKrupp entwickeln Sie Dinge, die helfen, die Zukunft ein Stück weit besser zu gestalten. Damit geht man schnell international auf Erfolgstour.
 
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