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Erfahrungsbericht von Paul Glaser

Onboarding Seminar des Konzern-Traineeprogramms

200 Jahre bewegende Konzerngeschichte in drei Tagen, über zehn Vorträge und Diskussionen, Übungen, Workshops, 269 Räume der Villa Hügel, zwei blind aufgebaute Zelte plus fünfzehn neue Kollegen mit unterschiedlichsten Erfahrungen, Fachbereichen, Fragen und Persönlichkeiten – klingt für mich nach dem perfekten Start meines Konzern-Traineeprogramms bei ThyssenKrupp.

Was würde mich wohl bei einem Onboarding Seminar erwarten? Die Vorbereitungen und Informationen seitens der Betreuer  von Human Resources machten mich zwar schon sehr neugierig auf das Programm, doch eigene Erfahrung mit Veranstaltungen dieser Art hatte ich nicht. Ich freute mich einen Mitstreiter vom Career Day in der Lobby des Hotels zu treffen; schließlich haben wir gemeinsam die Herausforderungen des Auswahlprozesses gemeistert.

Was sich dann bereits in den ersten Minuten zeigte, zog sich durch das ganze Onboarding Seminar: Wer behauptet, dass es in Konzernen zwangsläufig hierarchisch und förmlich zugehen muss, der irrt sich – zumindest bei ThyssenKrupp – gewaltig. Offenheit, Unkompliziertheit, Freundlichkeit sowie Respekt und Höflichkeit prägen nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch den Umgang von Referenten, Coaches und Trainees untereinander.

„Ich erkenne Chancen, die mir so kein anderes Unternehmen bieten könnte“

Dass sich diese offene Unternehmenskultur nicht nur zwischen uns Konzerntrainees zeigt, machen die beiden Leiter von Konzernentwicklung und Human Resources in ihren Vorträgen und Diskussionsrunden deutlich, und zwar fachlich überzeugend, persönlich unkompliziert, direkt und offen. Resultat: Die Diskussionsrunden bleiben nicht an der Oberfläche haften, sondern ermutigen zu Einwänden und kritischem Nachhaken. Beide Referenten fordern uns auf, diese Diskussionskultur zu pflegen, neugierig die unterschiedlichen Stationen zu erkunden und dabei ein starkes Netzwerk aufzubauen. Mir wird bewusst, dass sich ThyssenKrupp nicht bloß kurzfristigen Veränderungen stellen will, sondern eine neue märkteübergreifende sowie nachhaltige Perspektive gegenüber der Umwelt einnimmt. Mit meiner ersten Station im Bereich Business Development der Business Area Stainless Global bin ich direkt in den strategischen Prozess eingebunden. Ich erkenne durch die Diskussionen und Vorträge sehr deutlich die Chancen, die vor mir liegen. Chancen, die mir so kein anderes Unternehmen bieten könnte.

Ein Teil dieser neuen und vernetzten Perspektive sind auch wir Konzerntrainees. Meine Rolle und die Bedeutung eines starken unternehmensinternen wie externen Netzwerks wurden mir durch das Seminar deutlicher bewusst. Insbesondere die Berichte zweier ehemaliger Trainees aus den Bereichen Steel und Marine Systems unterstreichen diese Wichtigkeit. Beide Kollegen vermittelten ihre Erfahrungen direkt und unkompliziert an unsere Gruppe: Wie gehe ich mit meiner anfänglichen Unbekanntheit in der Organisation um? Wie erhalte ich einen persönlichen Zugang zu Kollegen? Wie erlernt man das Fingerspitzengefühl, Situationen richtig zu deuten und sich dementsprechend zu verhalten, sei es im Umgang mit Informationen oder im direkten Gespräch?

„Als Trainees haben wir die Möglichkeit und Aufgabe, ein eigenes Profil zu entwickeln“

Unsere Fragen und die gegebenen Antworten scheinen für das vorgesehene Konzern-Traineeprogramm eine noch stärkere Bedeutung zu erlangen, da wir in sehr kurzer Zeit viele neue Personen und auch Charaktere kennenlernen werden. Dies bedeutet vor allem, sich in kurzer Zeit neu einzufinden, neu zu lernen, erneut zu fragen, aber auch ein eigenes Profil zu entwickeln. Die vermittelten Inhalte während des Seminars sollen uns hierbei als Hilfestellung dienen und werden bewusst nicht als bloße Tools erläutert, die es nach Schema “F“ anzuwenden gilt.

Zwei Dinge empfand ich als besonders hilfreich: Zum einen sich bewusst zu werden, dass man sich immer in Kontexten bewegt, sei dieser Kontext nun privat oder beruflich. Zum anderen, dass die Weiterentwicklung, die ich mir durch meinen Einstieg bei ThyssenKrupp erhoffe, maßgeblich auch davon abhängig ist, ob ich Feedback einfordere und wie ich lerne mit diesem Feedback umzugehen. Denn Feedback ist eine wichtige Quelle zur Erbringung der eigenen Reflexionsleistung und Ausgangspunkt der stetigen Verbesserung des eigenen Verhaltens, Arbeitens und Auftretens in unterschiedlichen Kontexten. Ich hoffe, dass ich dieses neue Wissen während meiner Station vermehrt anzuwenden vermag.

„Wir sind nun Teil einer bewegten Unternehmensgeschichte“

Neben den fachlichen Einsichten, die ich besonders für den Start als sehr hilfreich empfand, war die historische Entwicklung von ThyssenKrupp ein Themengebiet, auf das ich mich bereits vor der Veranstaltung sehr gefreut hatte. Es erfüllt einen mit Stolz, wenn man hört welchen langen, aber auch steinigen Weg unser heutiger Konzern gegangen ist und dass man nun aktiv an seiner Entwicklung teilnimmt.

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