Dr. Murat Mola
„Technik ist meine Leidenschaft. Das habe ich schon während der Ausbildung zum Industriemechaniker begriffen. Damals habe ich Blut geleckt und dann weitergemacht: Erst das Abitur nachgeholt, dann an der Fachhochschule Iserlohn Fertigungstechnik studiert und später an der Uni Bochum ein Aufbaustudium in Werkstofftechnik draufgesetzt. Der klassische zweite Bildungsweg. Er ist zwar etwas holprig, aber man ist näher an der Praxis. Ich würde es immer wieder so machen.
Dr. Murat Mola, 41, Leiter Zentrales Qualitätsmanagement
ThyssenKrupp Nirosta GmbH, Düsseldorf

ThyssenKrupp habe ich bei meiner Diplomarbeit in Bochum kennengelernt. Ich hatte mir ein Thema über Edelstahl ausgesucht und ThyssenKrupp Nirosta hat die Arbeit finanziell unterstützt. Da lag es nahe, die Promotion ebenfalls auf diesem Gebiet anzugehen. Die Anregung zum Thema kam von ThyssenKrupp. Es ging um die Frage, ob man bei einem bestimmten Edelstahl den Gehalt von teurem Nickel verringern und ihn damit kostengünstiger machen könnte, ohne seine hochwertigen Eigenschaften zu verringern. ThyssenKrupp hat auch diese Arbeit unterstützt. Sie wurde schließlich 2006 mit dem Werkstoffinnovationspreis ausgezeichnet. Es war für beide Seiten ein Gewinn und damit eine runde Sache.
Zehn Jahre kenne ich den Konzern nun schon. Inzwischen bin ich bei ThyssenKrupp Nirosta im Qualitätsmanagement beschäftigt und verantwortlich für die Qualität der Produkte, die unser Haus verlassen. Es ist ein gutes Gefühl, hier zu arbeiten. Nirosta ist Weltmarktführer, allein das ist schon reizvoll. Wir bieten die höchste Qualität und den höchsten Standard in der Technologie weltweit. Es reizt einfach, mit den Besten zusammenzuarbeiten.
Dazu kommt, dass man nicht dort stehenbleibt, wo man angefangen hat. Es gibt eine riesige Palette an Fortbildungsmöglichkeiten – von speziellen Sprachkursen bis hin zur Führungskräfteentwicklung. Zuletzt war ich auf einem Seminar über ‚Interkulturelle Kompetenz‘. Da ging es zum Beispiel um die Frage, was ich beachten muss, damit die Kommunikation mit Kollegen aus Shanghai oder Italien möglichst optimal klappt.
Grundsätzlich finde ich, dass man in unserer globalisierten Welt gar nicht genug andere Kulturen kennenlernen kann. Deshalb bin ich auch gerne auf Reisen, meistens in sehr entfernten Ländern wie Vietnam oder Indonesien. Und aus diesem Grund möchte ich auch meine türkischen Wurzeln nicht missen. Sie sind eine Bereicherung. Es ist einfach schön, vor der Küste der türkischen Ägäis zu segeln und abends dann an Land bei einem guten Glas Rotwein den Gesprächen auf einem türkischen Markt zuhören zu können.“
