Matthias Battermann

„Mexiko – Ich wollte schon immer eine Zeit lang nach Mexiko! Eines Tages gab mir eine Kommilitonin den Tipp, mich doch für ein Praktikum bei ThyssenKrupp zu bewerben. Sie selbst hatte im Konzern ein Praktikum in Italien gemacht und wusste, dass ThyssenKrupp auch in Mexiko vertreten war. Ich bewarb mich also bei ThyssenKrupp Tailored Blanks SA in Mexiko und bekam die Chance. Nach dem Praktikum habe ich meine Diplomarbeit ebenfalls dort gemacht. Darüber hinaus habe ich ein Jahr als Projektingenieur und im Anschluss daran knapp zwei Jahre als Betriebsleiter dort gearbeitet. Aus einem einfachen Praktikum sind somit vier Jahre in Mexiko geworden.

Matthias Battermann, 32, Geschäftsführer
ThyssenKrupp Tailored Blanks, Ostrava

Matthias Battermann, 32, Geschäftsführer ThyssenKrupp Tailored Blanks, Ostrava

Danach bin ich zu Tailored Blanks in Duisburg-Hüttenheim gegangen. Dort habe ich mich um die Optimierung der Abläufe gekümmert. Mich hat an der Arbeit die Vielseitigkeit interessiert. In der Produktion erhält man ein sehr umfassendes Bild der Prozesse. Gleichzeitig ist man beschäftigt mit der Organisation, der Menschenführung und der Technik. Gerade in Kombination mit der Betriebswirtschaft macht das die Sache ungeheuer reizvoll.

Aktuell bin ich dabei, eine Betriebsstätte in Tschechien aufzubauen. Wir produzieren spezielle, maßgeschneiderte Bleche für die Autoindustrie – inzwischen bereits an 16 Standorten. Jetzt kommt ein weiterer hinzu. Ich habe Maschinenbau an der Uni Braunschweig studiert. Das betriebswirtschaftliche Know-how habe ich einerseits durch die Zusammenarbeit mit Führungskräften in früheren Positionen aufgebaut. Andererseits habe ich im Rahmen der Weiterentwicklungsmaßnahmen von ThyssenKrupp eine Reihe von Weiterbildungsseminaren absolviert. Man benötigt fundierte Kenntnisse über geschäftliche Abläufe und die Finanzen. Schließlich hat man auch Verantwortung für die Mitarbeiter. Im Herzen bin ich übrigens noch immer Techniker. Das liegt in meiner Natur. Ich habe schon als Kind alle möglichen Sachen auseinandergenommen, um zu sehen, wie sie funktionieren.

Während mein Vater mir immer viel Zeug zum Basteln mit nach Hause gebracht hat, verzweifelte meine Mutter stets an all dem „Schrott“, den ich herumliegen ließ. Selbst Verwandte brachten mir später irgendwelche Sachen zum Auseinanderschrauben mit. Ich fand das unheimlich interessant. In etwa genauso spannend ist es heute für mich, neue Gebiete der Betriebswirtschaft kennenzulernen.

Bei ThyssenKrupp habe ich auch gelernt, wie wichtig Teamarbeit ist. Ich hatte das Glück, bislang immer in relativ kleinen Einheiten gearbeitet zu haben. Neben der fachlichen Qualität der Kollegen ist eine angenehme Atmosphäre sehr wichtig für die Arbeit. Gleichzeitig bin ich froh, in einem großen Konzern angesiedelt zu sein. Es ist optimal: Man hat seinen überschaubaren Bereich und zugleich die Sicherheit und Unterstützung durch einen großen Konzern.

Für die nächsten fünf Jahre werde ich wohl in Tschechien bleiben. Das ist schon eine ziemlich große Aufgabe für mich. Aufenthalte im Ausland sind sehr wertvolle Erfahrungen. Aber die tschechische Sprache: Das wird sicher noch ein ganz schwerer Brocken für mich.“