Die Herausforderung:

Höher, schneller, schöner – für das Main Triangel ist Innovation hoch zwei gefragt: Erstens sollen sich zwei Kabinen in einem Schacht bewegen, um eine optimale Auslastung zu ermöglichen. Zweitens soll die gesamte Konstruktion ästhetisch perfekt an der Außenfassade des Gebäudes entlanglaufen. Wie können beide Aufgaben gemeistert werden?

Spezialist für knifflige Fälle: Dr.-Ing. Dr. Günter Reuter leitete die Entwicklung der komplexen Mechanik für den zweistöckigen Panoramaaufzug. 

Die Lösung:

TWIN ist ein neuartiges Aufzugssystem, bei dem zwei Kabinen im selben Schacht übereinander angeordnet sind und die gleiche Fahrbahn unabhängig voneinander benutzen. Gegenüber der konventionellen Lösung – eine Aufzugskabine je Schacht – lassen sich am Beispiel einer sogenannten Vierergruppe 40% mehr Personen befördern bzw. 25% Bauvolumen, also ein kompletter Schacht, einsparen. Darüber hinaus war das TWIN-System so aufzubauen, dass es sich optisch harmonisch in den Innenhof des Main Triangels einpasst, was ein großes Maß an Planung, technischem Know-how und Improvisationsgeschick erfordert. Aufgrund der fortschrittlichen Technik sind wesentlich mehr technische Komponenten zu implementieren als bei einem herkömmlichen Aufzug. Zusätzlich musste für die voll verglasten Kabinen ein Klimatisierungskonzept entworfen werden. Heute bewegen die TWIN-Aufzüge die Besucher des Main Triangels zuverlässig zwischen den 13 Stockwerken – und sehen dabei atemberaubend aus.

Wahre Schönheit kommt von Innen: Die Technik des innovativen Aufzugssystems ist von außen unsichtbar und lässt die Kabinen scheinbar schweben. Ein atemberaubend ästhetischer Anblick.

Der Zukunftsentwickler:

Dr.-Ing. Günter Reuter ist seit der ersten TWIN-Idee dabei. Seit 13 Jahren ist der promovierte Spezialist bei der ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH und inzwischen Leiter der Entwicklung Maschinenbau. Zusammen mit seiner Abteilung war er für den Bereich Mechanik zuständig. Der TWIN-Aufzug des Main Triangels ist die perfekte Lösung für eine knifflige Aufgabe – und für Dr. Reuter eine „große Herausforderung“, die man gelöst hat. Vor allem die Konstruktion als Panoramaaufzug erforderte Fingerspitzengefühl und Cleverness. Zum einen beanspruchte ihn das Verstecken der aufwendigen Technik, zum anderen empfand er die Entwicklung der Klimatechnik für die voll verglaste Kabine als „sehr anspruchsvolle Sache“. Das Wichtigste schlechthin auf dem Weg zu diesen neuen Meilensteinen war übrigens Teamplay. In seinem Team, das vor allem aus Nachwuchskräften, also auch ehemaligen Praktikanten und Diplomanden, besteht, ist jeder Einzelne mit seinem Spezial-Know-how gefragt. Das Ergebnis fasziniert den erfahrenen Ingenieur immer wieder aufs Neue: „Die TWINs von außen fahren zu sehen, ist schon eine tolle Sache. Faszinierend. Ein Eindruck, bei dem der Puls ein wenig hochgeht.“

Das Fazit:

ThyssenKrupp bietet auch jungen Ingenieuren die Chance, Ihre Ideen zu verfolgen, umzusetzen und weiterzuentwickeln. 
 
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Copyright by ThyssenKrupp © AG 2011 | Stand: 01.05.2012