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Puebla

Ein Roboter zum Liebhaben

2.200 Achsmodule für den Automobilmarkt pro Tag produzieren – da können die Kollegen in Mexiko ein bisschen Roboter-Unterstützung wirklich gut gebrauchen. Wir schauen im Werk in Puebla vorbei und finden den kleinen Helfer einfach süß.

 

Überraschung! Wir machen nicht nur Aufzüge für’s World Trade Center, handeln Rohstoffe an der 5th Avenue oder entwerfen riesige Düngemittelanlagen. Nein, thyssenkrupp ist auch ein weltweit führender Komponentenzulieferer für die Automobilindustrie. In neun von zehn Pkw der Premiumklasse sind unsere Komponenten verbaut.

Eine Vorderachse in 150 Minuten, bitte

Wir schauen in dieser Woche in Mexiko vorbei, wo unsere Achsmodule für den nordamerikanischen Automobilmarkt hergestellt werden. Im charmanten Puebla (2 Millionen Einwohner und von hiesigen Hauptstädtlern gerne als Dorf bezeichnet) wurde nämlich erst im Februar unser Werk erweitert. thyssenkrupp wächst mit seinen Kunden, und wer mehr Aufträge erhält, braucht eben auch mehr Kapazität. Auf 11.000 Quadratmetern werden jetzt täglich Achsen für 2.200 Fahrzeuge produziert – in einem Abstand von nur 45 Sekunden in der Produktionslinie. Insgesamt vergehen von der Bestellung bis zur Auslieferung vor der Haustür des Kunden nur 150 Minuten. Dabei ist die Produktion so genau kalkuliert, dass jedes Teil genau in dem Moment beim Kunden im VW-Werk eintrifft, indem es in das Fahrzeug eingebaut wird. Dieser „Just in Time“-Prozess spart vor allem Lagerkosten.

Mit Mozart durch die Werkshalle

Mich überrascht dabei, wer den 240 Mitarbeitern im Werk zur Hand geht: ein „Eiswagen“. Natürlich kein echter, dafür ein echter Roboter, der mit Mozart-Eiswagenmelodie fröhlich durch das Werk fährt. „Früher sind die Kollegen 10-12 Kilometer pro Tag hin und her gelaufen, um Bauteile zwischen den Produktionslinien zu transportieren“, erzählt Produktionsmanager Ramiró López Gaona, „ heute erledigt unser ‚Eiswagen‘ das für uns.“

Der Roboter hält sich beim Fahren penibel genau an seine eingezeichnete Spur auf dem Boden. An sich sieht er ein bisschen aus wie neuartige Staubsauger, die automatisch über den Boden gleiten. An seinen Stationen heftet er sich allerdings an ein Metallgestell, auf das die Bauteile geladen werden. Dieses bringt er dann von A nach B. Und egal, wo im Werk man sich gerade aufhält, der Sicherheitsmelodie kann man nicht entkommen. „Deswegen wechseln wir regelmäßig den Sound“, lacht Gaona. Und auch ich träume in dieser Nacht von Mozarts Symphonie 40.

#ATWseries – Unsere Weltreise

4 Studenten, 94 Tage, 55.000 Kilometer – das ist unser Weltreise-Projekt "Around the world". Die neue Folge gibt es ab sofort immer Donnerstags um 19:37 Uhr auf unseren Blog:

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